Pearl – Film Review | 2022

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Dauer: 102 Minuten | FSK 18

Der Film „Pearl“ von Regisseur Ti West aus dem Jahr 2022, mit Mia Goth, David Corenswet und Tandi Wright in den Hauptrollen, ist ein Horror-Slasherfilm und die Vorgeschichte zu dem im selben Jahr erschienenen „X“.

Pearl (Mia Goth) lebt 1918 auf einem Familienbauernhof auf dem Land. Die junge Frau fühlt sich gefangen und isoliert, da sie sich dort um ihren komatösen und kranken Vater (Matthew Sunderland) kümmern und gleichzeitig eine herrische Mutter (Tandi Wright) ertragen muss. Pearl träumt von einem glamourösen Leben wie in den Filmen, die sie sich ansieht. Eine Reihe von Ereignissen führt dazu, dass sie langsam zusammenbricht, woraufhin sich die Frage stellt, ob sie jemals zu ihrem früheren Leben zurückkehren kann.

Quelle: Google

A24 mausert sich langsam zu unserem Lieblingsverleiher.

Im Gegensatz zu „*X“ dreht Regisseur Ti West hier die Farbpalette voll auf. Im Nachfolgerfilm der in den 70er Jahren spielt sind die Farben entsättigt und erinnern an die Vorbilder wie „*The Texas Chainsaw Massacre“ (1974) aus der Zeit. Bei „Pearl“ wurde sich wohl eher an Wes Andersson („*Grand Budapest Hotel“, 2014) orientiert, gepaart mit heftigen Gewaltspitzen, die zum Teil schon ziemlich makaber sind.

Als Setting dient hier wieder einmal die Farm in Texas, die hier während des ersten Weltkrieges noch als Pension diente. Diese Idylle wird immer wieder durch die harte Realität der Hauptdarstellerin gebrochen, dadurch machen sich langsam die Spuren die die Gesamtsituation auf ihrer Seele hinterlassen hat, bemerkbar. Mia Goth spielt die Rolle absolut perfekt. Sie führt hier zum Teil minutenlange Monologe ohne Schnitt und durchläuft dabei eine ganze Reihe an Emotionen. Wahnsinnig starke Performance. Aber auch der restliche Cast von gerade einmal 10 weiteren Personen (plus Statisten) weiß durchaus zu gefallen.

Kaum zu glauben, dass dieser Film mit gerade einmal 1 Millionen Dollar Budget inszeniert wurde. Hier wurde wieder einmal alles rausgeholt und vermutlich auf ein teures Catering am Set verzichtet. „Pearl“ ist ein überraschend starkes Prequel und funktioniert auch ohne „X“ im Vorfeld gesehen zu haben. Doch jetzt habe ich richtig Lust die Fortsetzung noch einmal zu schauen und freue mich schon auf den dritten Teil, der den Titel „Maxxxine“ tragen soll. Von mir gibt es für „Pearl“ knapp ★★★★ Sterne auf Letterboxd.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD und *BluRay.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug ca. 1 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen über 10 Millionen Dollar.
  • In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland erhielt der Film von der FSK keine Jugendfreigabe.
  • Der Film wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, u. a. den Critics Choice Super Award als bester Horrorfilm und dem Independent Spirit Award für Mia Goth als beste Hauptdarstellerin.
  • Regisseur Ti West schrieb das Drehbuch zu „Pearl“ gemeinsam mit seiner Hauptdarstellerin Mia Goth.
  • Zur Premiere seines Films „X“ beim South by Southwest Film Festival erklärte West, dass er mit Kameramann Eliot Rockett in Neuseeland auch das Prequel mit dem Titel „Pearl“ drehte. West versuchte mit diesem, einige der Lücken zu füllen, die sich in „X“ ergaben. West plant, die beiden Filme zu einer Trilogie auszubauen: „Ich versuche, aus all dem eine Welt aufzubauen… Man kann keinen Slasher-Film ohne ein paar Fortsetzungen machen.
  • Der dritte und letzte Teil von Wests Retro-Slasher-Trilogie trägt den Titel „Maxxxine“ und spielt in den 1980er Jahren. Mia Goth ist, wie in „X„, in dem Film abermals in der Rolle von Maxine zu sehen.

Fakten Quelle: Wikipedia

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