Django Unchained – Film Review | 2012

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Dauer: 165 Minuten | FSK 16

Der Film „Django Unchained“ von Regisseur Quentin Tarantino aus dem Jahr 2012, mit Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen, ist ein Western-Drama und ist inhaltlich sowie musikalisch sehr stark geprägt durch den Italowestern sowie das Blaxploitationgenre.

Der Sklave Django (Jamie Foxx) wird von dem deutschen Ex-Zahnarzt und Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit und unter die Fittiche genommen. Django soll Schultz helfen, drei gesuchte Verbrecher aufzuspüren. Im Gegenzug will Schultz Django helfen, seine verschleppte Frau Broomhilda (Kerry Washington) zu finden. Das verbrecherjagende Duo bahnt sich eine Schneise der Gewalt, bis eine Spur sie zu dem charismatischen und gefährlichen Plantagenbesitzer Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) und seinem verschlagenen Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) führt.

Quelle: Google (Knowledge Panel)

D.J.A.N.G.O. gesprochen Jango das D ist stumm.

Rewatch in HD und 5.1 DTS-HD Sound

Django Unchained“ ist und bleibt einer der besten Quentin Tarantino Filme. Man merkt einfach die Liebe des Regisseurs zum Italowestern-Genre. Dass Tarantino auch ein Herz für Blaxploitation hat, sollte jedem Fan seit „*Jackie Brown“ (1997) bewusst sein. Für Django mixt er diese beiden Genres meisterhaft und erschafft einen zeitlosen und extrem kompromisslosen Film, über eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Wobei Tarantino natürlich nicht den Anspruch hat, historisch korrekt zu sein und das Thema eher progressiv angeht. Die Gewaltdarstellungen sind klar überspitzt, genauso wie die von ihm verfassten Dialoge. Triggerwarnung: Hier wird die N-Bombe gedroppt als wäre es nix.

Jamie Foxx war eine Top-Wahl für den namensgebenden Hauptcharakter und liefert hier eine der besten Leistungen seiner Schauspielkarriere ab. Christoph Waltz wurde für seine Performance absolut zu recht mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet (siehe Sidefacts), der hier zum regelrechten Scenesteeler wird. Nur ein Leonardo DiCaprio kann ihm hier das Wasser reichen, der hier eine Spielfreude an den Tag legt, die seines gleichen sucht und das trotz der Darstellung einer mehr als nur verachtenswerten Person. Absolut brillant! Wer Samuel L. Jackson mal in einer anderen Rolle als sonst sehen möchte, sollte sich seine ziemlich abgefahrene Performance als „Stephen“ einmal ansehen.

Für den grandiosen Soundtrack wurden größtenteils neue „klassische“ Italowestern-Stücke komponiert unter anderem von Ikone Ennio Morricone, der schon für Filme wie „*Zwei glorreiche Halunken“ (1966) oder „*Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968) die Musik beisteuerte. Dieser schafft es hier sogar zum Teil genau das Feeling von damals zu reproduzieren. Das gesamte Sounddesign ist auf allerhöchstem Niveau und auch im Heimkino ein wahrer Genuss. „Django Unchained“ ist ein großartiger und trotz seiner gewissen Rohheit enorm unterhaltsamer Film. Trotz einer Laufzeit von fast 3 Stunden kommen hier keinerlei Längen auf. Meiner Meinung nach sollte jeder Filmfan diesen Film mindestens einmal im Leben gesehen haben. Von mir gibt es ★★★★½ Sterne und ein Herzchen auf Letterboxd.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 100 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 426 Millionen Dollar.
  • Im englischen Original wird in einer Szene Deutsch gesprochen. So spricht Dr. Schultz mit Broomhilda Deutsch, um vor Mithörern sicher zu sein.
  • Tarantino hat gegen Ende des Films eine kleine Rolle als Sklavenhändler.
  • In Seth MacFarlanes „*A Million Ways to Die in the West“ hat Jamie Foxx als Django einen Cameo-Auftritt.
  • Im Haus des Calvin Candie befindet sich eine Büste der Nofretete. Der Film spielt im Jahr 1858, die Ausgabe der Büste wurde jedoch erst am 6. Dezember 1912 bei Ausgrabungen in Ägypten gefunden.
  • Der Schauspieler Franco Nero, der in Corbuccis Film „*Django“ (1966) die Titelrolle spielte, hat einen Gastauftritt: Django muss ausgerechnet ihm seinen Namen buchstabieren.
  • Erstmals schnitt Fred Raskin für Tarantino einen Film anstelle der 2010 verstorbenen Sally Menke.
  • Wegen eine Amoklaufes in einer er amerikanischen Schule sagte die Produktionsfirma die Premiere für „Django Unchained“ ab. Der Film feierte stattdessen eine Erstvorführung in kleinem Kreis.
  • Christoph Waltz erhielt Ende Februar 2013 für seine Rolle des Dr. King Schultz den Oscar als Bester Nebendarsteller, Quentin Tarantino wurde für das Beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Darüber hinaus war „Django Unchained“ als bester Film für den Oscar nominiert. Weitere Oscar-Nominierungen: Beste Kamera – Robert Richardson und Bester Ton – Wylie Stateman.
  • Der Film wurde für mehr als 3 Millionen deutsche Kinobesucher mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.

Fakten Quelle: Wikipedia

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