Event Horizon – Film Review | 1997

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Dauer: 96 Minuten | FSK 16

Der Film „Event Horizon – Am Abgrund des Universums“ von Regisseur Paul W. S. Anderson aus dem Jahr 1997, mit Laurence Fishburne, Sam Neill und Joely Richardson in den Hauptrollen, ist ein Science-Fiction-Mystery-Horror-Thriller.

Im Jahr 2047: Das Bergungsraumschiff „Lewis & Clark“ begibt sich auf eine geheime Rettungsmission ins All. Ihr Ziel ist die Bergung des seit sieben Jahren verschollenen Raumschiffs „Event Horizon„, das die Grenzen des Sonnensystems erforschen sollte. Dazu war es mit einem revolutionären Antrieb ausgestattet worden. Es gelingt der Crew, die „Event Horizon“ zu finden, stößt jedoch gleichzeitig auf eine grauenvolle Wahrheit.

Quelle: Google (Knowledge Panel)

In einer mittlerweile nicht mehr allzu fernen Zukunft in einem vom Teufel besessenen Raumschiff…

Die Sets erinnern gerade am Anfang schon ein wenig an „*Alien“. Auch wenn Regisseur Paul W. S. Anderson das Drehbuch extra zu einem Gruselfilm umgeschrieben hat, um sich klar von der „*Alien-Reihe“ abzugrenzen, sind doch hier und da ein paar Parallelen zu erkennen. Kaum zu glauben, dass „Event Horizon“ an den Kinokassen ein echter Flop war und erst über die Jahre zum Kultfilm avancierte. Für mich definitiv der stärkste Paul W. S. Anderson Film, der mit der „*Resident Evil“-Reihe zu einem Tiefpunkt gelangte. Doch im Gegensatz zu „Event Horizon“ hat die Reihe mit jedem Film Gewinn gemacht. Man muss gestehen, trotz einer knappen Laufzeit von etwas mehr als 90 Minuten, fühlt der Film sich definitiv etwas länger an.

Sam Neill und auch Laurence Fishburne spielen gewohnt gut. Aber auch „*Nip/Tuck“-Darstellerin Joely Richardson weiß hier durchaus zu gefallen. Der Regisseur schafft es auch zwischenzeitlich etwas Atmosphäre aufzubauen. Die handgemachten Effekte machen echt Spaß und wirken auch heute noch recht ordentlich, was man von einigen Computer-Effekten leider nicht sagen kann, außer sie gehen nahtlos in etwas echtes (z. B. Wasser) über, dann funktioniert das Ganze auch immer noch für mich. Der Film hat auch ein paar wirklich schockierende Szenen und überraschend viel Blut. „Event Horizon“ ist ein kleiner aber feiner Film und eine Empfehlung für jeden Science-Fiction-Horror-Fan. Von mir gibt es knapp ★★★½ Sterne auf Letterboxd.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay, *4K und *VOD oder bei *Paramount+ im Abo.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 60 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 42 Millionen Dollar.
  • In dem Film kommt eine lateinische Fehlübersetzung vor: Der Kapitän der „Event Horizon“ ruft in der Funknachricht liberate tutemet ex inferis, was in den englischen Untertiteln mit „save yourself from hell“ übersetzt wird. Die lateinische Formulierung ist allerdings grammatikalisch inkorrekt, denn „liberate“ (rettet) ist Plural, „tutemet“ (eine seltene, überbetonte Form für dich) jedoch Singular. Es müsste also heißen libera temet (rette dich) oder liberate vosmet (rettet euch).
  • Die architektonische Vorlage für die „Event Horizon“ soll laut DVD-Kommentar die Pariser Kathedrale Notre Dame gewesen sein. Der Name des Raumschiffes „*Event Horizon“ (deutsch: Ereignishorizont) bezieht sich auf die Stelle der Umgebung eines schwarzen Loches, ab der seine Gravitationskraft so groß wird, dass selbst das Licht dieser Kraft nicht mehr entkommen kann und vom Schwarzen Loch vollständig verschlungen wird.
  • Die Lewis & Clark ist nach Meriwether Lewis und William Clark, den Anführern der Lewis-und-Clark-Expedition, benannt, die Anfang des 19. Jahrhunderts das damals noch unbekannte Gebiet Nordamerikas von den Rocky Mountains bis zur Pazifikküste erkundete. Die Raumkrümmung, die im Film mittels des gefalteten Blatt Papiers dargestellt wurde, beruht auf der sogenannten Einstein-Rosen-Brücke (Wurmlöcher) und ist eine tatsächliche Theorie.

Fakten Quelle: Wikipedia

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