Tintenherz – Film Review | 2008

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© Warner Bros.

Dauer: 106 Minuten | FSK 12

Der Film „Tintenherz“ von Iain Softley („K-Pax“, 2001) aus dem Jahr 2008, mit Brandon Fraser, Sienna Guillory und Andy Serkis in den Hauptrollen, ist ein Abenteuer-Fantasy-Märchenfilm für die ganze Familie und basiert auf dem gleichnamigen *Roman der deutschen Autorin Cornelia Funke.

Wenn Mo Folchart (Brandon Fraser) laut aus Büchern vorliest, kann er die Figuren daraus zum Leben erwecken. Als er seiner Frau Resa (Sienna Guillory) aus dem Fantasy-Roman „Tintenherz“ vorliest, bringt er dabei versehentlich den Bösewicht Capricorn (Andy Serkis) und andere dunkle Gestalten in seine Welt. Gleichzeitig liest er seine Frau Resa in die Geschichte hinein. Zehn Jahre verstreichen. Capricorn plant nun Meggie (Eliza Bennett), Mos Tochter, als Köder zu benutzen, um Mo in seine Falle zu locken und dessen Kräfte für seine Gräueltaten zu missbrauchen.

Quelle: Google

© Warner Bros.

Ein US-amerikanischer Fantasyfilm basierend auf einer deutschen Romanvorlage klingt doch direkt interessant. Denn Hand aufs „Tinten“ Herz, obwohl wir deutsche Filme mögen, ist Hollywood eindeutig die bessere Wahl einen solchen Stoff akkurat auf die Leinwand zu zaubern. Die Kulissen und Kostüme sehen schon irgendwie ganz cool aus, sind aber weit weg von Authentizität. Da es sich bei „Tintenherz“ um einen sogenannten Mid-Budget-Film handelt, sind hier auch keine „*Herr der Ringe“ mäßigen Effekte zu erwarten. Hier wurde tatsächlich sehr viel auf handgemachte Effekte gesetzt, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Die CGI-Effekte sehen natürlich teilweise nicht mehr all zu doll aus, sind aber mehr als ausreichend um vor allem die jüngeren Zuschauer zu verzaubern. Für diese Zielgruppe könnte der Film aufgrund seiner zum Teil düsteren Geschichte durchaus spannend sein. Die können auch sicher über die zum Teil etwas stümperhafte Inszenierung, vor allem gegen Ende, hinwegsehen.

© Warner Bros.

Für die etwas älteren Zuschauer gibt es einige Anspielungen auf andere literarische Werke, u. a. sieht man das tickende Krokodil, welches Captain Hook (*Peter Pan) gefressen hat, direkt neben einem Einhorn stehen. Auch der „*Zauberer von OZ“ und „*Ali Baba und die 40 Räuber“ wird zitiert. Brandon Fraser ist hier in absoluter Top-Form, kaum zu glauben, dass dieser Mann aktuell in „The Wale“ einen 272 Kilo schweren Englischprofessor verkörpert, was natürlich zum größten Teil mit Maske realisiert wurde. Andy Serkis als böser Gegenspieler ist ganz cool. Für meinen Geschmack hätte das Ganze aber insgesamt etwas härter und auch noch düsterer sein können. Die Geschichte hätte das jedenfalls hergegeben. „Tintenherz“ bleibt also hinter den Erwartungen zurück, ist aber dennoch eine vorsichtige Empfehlung für Fantasy-Fans. Von mir gibt es daher noch ★★★ Sterne auf Letterboxd.

© Warner Bros.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 60 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 62,5 Millionen Dollar.
  • Drehort war zu großen Teilen der ligurische Ort Balestrino. Der Dorfkern wurde etwa vierzig Jahre vor Drehbeginn wegen eines drohenden Erdrutsches weitgehend verlassen. Hierdurch wird der Ort durch graue und verlassene Steinhäuser geprägt. Überragt wird der Drehort von einer mittelalterlichen Burg.
  • Die Autorin der Vorlage hatte erhebliche Mitspracherechte, die sie sich frühzeitig gesichert hatte. Das Ende des Films weicht von der Buchvorlage dennoch ab, da es sich bei Testvorführungen ergab, dass das Publikum sich ein Happy End wünscht.

Fakten Quelle: Wikipedia

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