Der Exorzist (Director´s Cut) – Film Review | 1973

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© Warner Bros.

🎃Horroktober #25

Der Exorzist | 1973

Der Horrorfilm „Der Exorzist“ von Regisseur William Friedkin, aus dem Jahr 1973, mit Ellen Burstyn, Linda Blair und Max von Sydow in den Hauptrollen ist einer erfolgreichsten Filme der 70er Jahre.

Auf einer Ausgrabungsstätte in Nordirak wird eine Dämonenfigur (Pazuzu) von dem geistigen Merrin (Max von Sydow) entdeckt. Er bemerkt, dass seit dem irgendetwas nicht stimmt und kehrt beunruhigt nach Washington, D.C zurück. Dort stößt ein anderer Priester in der Kirche auf eine geschändete Marienstatue. Zur selben Zeit ist Filmschauspielerin Chris MacNeil (Ellen Burstyn) für Dreharbeiten von Hollywood nach Washington, D.C. gekommen und hat ihre 12-jährige Tochter Regan (Linda Blair) dabei. Nachts hört Chris Geräusche vom Dachboden, von da an wird es immer merkwürdiger und auch Regan fängt an sich zu verändern.

© Warner Bros.

Dies war heute für uns beide die erste Sichtung des Director‘s Cut, die Kinoversion ist bei uns beiden schon Ewigkeiten her gewesen. Daher ist uns jetzt nicht aufgefallen was „neu“ war. Was allerdings auffällt, ist dass der Film sich dadurch noch ein wenig mehr zieht. Für die heutigen Sehgewohnheiten ist das hier absolutes Schneckentempo, dennoch baut der Film so langsam Atmosphäre auf. Die Kinogänger damals, Anfang der 70er Jahre, brauchten auch sicher die ruhigen Phasen zum durchatmen. (Siehe Sidefacts, Punkt 4)

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Erstaunlich ist das production value, welche für das „Nischen“-Genre ungewöhnlich hoch war. Die Effekte sind daher wirklich gut gealtert und auch der allgemeine Look sieht, trotz seiner fast 50 Jahren, die der Film auf dem Buckel hat, top aus. Der ikonische Soundtrack und das Sounddesign machen den Film zu einem absoluten Klassiker und eine Empfehlung für Horrorfans. Von mir gibt es ★★★★ Sterne auf Letterboxd.

© Warner Bros.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *Blu-Ray und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 12 Millionen Dollar, einspielen konnte er an den weltweiten Kinokassen knapp 450 Millionen Dollar.
  • Der Film erhielt 1974 etliche Preise, darunter unter anderem zwei Oscars für das Beste Drehbuch und für den Besten Ton.
  • Als der Film in die Kinos kam, verheimlichte Friedkin aus marketingtechnischen Gründen die Tatsache, dass der Part der von Pazuzu besessenen Regan aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt war (in mehreren Szenen spielte statt der zwölfjährigen Linda Blair die Darstellerin Eileen Dietz, während die dämonische Stimme von Mercedes McCambridge beigesteuert wurde). Beide Darstellerinnen wurden in den Credits nicht genannt. McCambridge erkämpfte sich eine Nennung im Abspann auf gerichtlichem Weg und die Offenlegung von Dietz’ Beitrag in einem Artikel der LA Times kurz nach Linda Blairs Golden-Globe-Gewinn. Vor der Oscarverleihung 1974 verhinderte nach Ansicht von Hollywood-Insidern, dass Blair den Oscar erhielt.
  • Von der Europapremiere in London wurde berichtet, dass es Abwanderungen und Ohnmachtsanfälle gegeben habe. Die österreichische „Neue Kronen Zeitung“ zitierte den Manager des Kinos: „Am Ende des Films war unser Theater eher ein Erste-Hilfe-Platz als ein Kinosaal. 20 Männer und Frauen, alle mit grünen Gesichtern, mussten wir mit Riechsalz behandeln. Etwa zehn Prozent unserer Besucher verließen die Vorführung vorzeitig.

Fortsetzungen:

  • 1977 kam die Fortsetzung des Films mit dem Titel „*Exorzist II – Der Ketzer“ in die Kinos. Der zweite Teil mit Linda Blair, Richard Burton und Louise Fletcher konnte aber nicht mehr an den Erfolg des Original anknüpfen.
  • Im Jahr 1990 wurde schließlich die zweite Fortsetzung „*Der Exorzist III“ veröffentlicht, bei der Jason Miller als Patient X in einer Nebenrolle zu sehen ist. Regie führte William Peter Blatty, und als Vorlage diente dessen eigener Roman „Legion“ (dt. Titel: „Das Zeichen“).
  • 2001 erschien der Director’s Cut von „*Der Exorzist“ in den Kinos – eine um 10 Minuten längere und digital überarbeitete Version. Die Teufelsfratze, die in kurzen Zwischensequenzen erscheint (und sich im Director’s Cut während einer Nachtszene auf der Dunstabzugshaube der Küche zeigt), wird von Eileen Dietz verkörpert, die für Rollen mit aufwändiger Maske in vielen Filmen bekannt wurde und auch anstelle von Linda Blair die berüchtigtsten Szenen während Regans Besessenheit spielte. Der Film wurde durch die Digitalisierung des Films neu synchronisiert.
  • Im November 2004 erschien mit „Exorzist: Der Anfang“ ein Prequel zur bisherigen Filmreihe. Gezeigt wird die erste Begegnung von Pater Lankester Merrin (Stellan Skarsggård) mit einer dämonischen Macht in Afrika. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wartet dieser Film mit einer Vielzahl von spektakulären Spezialeffekten auf. Regie führte Rennt Harlin.
  • Im Oktober 2005 erschien ein weiteres Prequel auf DVD („*Dominion – Der Anfang des Bösen“), welches eine alternative Version zu „Exorzist: Der Anfang“ ist. Dieser Film war die ursprünglich gedrehte Version von „Exorzist: Der Anfang“, der aber dem Studio und Testpublikum nicht gefallen hat, weshalb mit einem neuen Drehbuch fast der ganze Film noch einmal neu gedreht wurde.

Fakten Quelle: Wikipedia

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