Stirb langsam – Jetzt erst recht – Film Review | 1995

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© 20th Century Fox

Der Film „Stirb Langsam 3 – Jetzt erst recht“ von Regisseur John McTiernan aus dem Jahr 1995, mit Bruce Willis, Samuel L. Jackson und Jeremy Irons in den Hauptrollen, ist ein Action-Thriller und die Fortsetzung von „Stirb Langsam“ von 1988 und „*Stirb Langsam 2“ aus dem Jahr 1990.

Der Terrorist Simon (Jeremy Irons) hat in New York mehrere Bomben in Schulen versteckt. Bei den Verhandlungen mit der Polizei verlangt er ausdrücklich nach John McClane (Bruce Willis), der eigentlich vom Dienst suspendiert ist. McClane wird von Simon durch die halbe Stadt gejagt und muss scheinbar unmögliche Aufgaben meistern, um die Bomben zu entschärfen. McClane erhält bei seiner Jagd unerwartet Hilfe von dem Ladenbesitzer Zeus (Samuel L. Jackson) und gemeinsam kommen sie hinter den wahren Plan der Terroristen.

© 20th Century Fox

Was hab ich den dritten Teil als Teenie geliebt. Da war Bruce Willis auch noch ein Qualitätsmerkmal für einen Film. Was ja heutzutage absolut nicht mehr der Fall ist. Einziges Manko an „Stirb Langsam – Jetzt erst recht“ ist, dass Bruce Willis hier von Thomas Danneberg gesprochen wird, der eigentlich die deutsche Stimme von Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone ist (siehe Sidefacts). Die Geschichte mit den Rätseln, die die beiden Hauptdarsteller lösen müssen, mit der dazugehörigen Sideseen-Tour durch New York, macht immer noch richtig Spaß. Ich hätte mir das Ganze aber auch gut als „Lethal Weapon“-Teil vorstellen können (siehe Sidefacts). Die Performance von Jeremy Irons als Bösewicht ist zwar nicht immer überzeugend, dennoch wäre der Film hier ein würdiger Abschluss der Reihe (Gruber Story) gewesen. Doch dann gibt es da ja noch zwei weitere Teile, die bei weitem nicht mehr an die Qualität der ersten drei Teile heran kamen. Apropos kamen: Michael Kamen ist hier für den Soundtrack verantwortlich und macht genauso wie schon beim Score für „Lethal Weapon“ einen phantastischen Job. Von mir gibt mit Nostalgiebrille starke ★★★½ Sterne auf Letterboxd.

© 20th Century Fox

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD und *BluRay.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 90 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 366 Millionen Dollar.
  • Auf dem Schild, mit dem Bruce Willis durch Harlem lief, stand „I hate everybody“. Die im Film gesehene Aufschrift „I hate niggers“ wurde später digital eingefügt, die eigentliche Aufschrift sollte für entschärfte Fernsehversionen verwendet werden.
  • Damit der richtige Umgang mit dem Gewicht von Gold möglichst authentisch dargestellt werden konnte, wurde Bruce Willis und Samuel L. Jackson erlaubt, einen echten Goldbarren in die Hand zu nehmen.
  • Für die Rolle des Simon Gruber war ganz am Anfang Sean Connery vorgesehen, welcher aber keinen so diabolischen Terroristen spielen wollte. Dann forcierte man David Thewlis, der aber absagte und schließlich durch Jeremy Irons ersetzt wurde. Statt Samuel L. Jackson sollte ursprünglich Laurence Fishburne die Rolle des Zeus spielen. Der hatte zunächst abgelehnt, wollte später dann aber doch zusagen, allerdings war da bereits Jackson ausgewählt worden.
  • Das Zeus-Outfit kreierte Samuel L. Jackson nach Studien über Malcolm X.
  • Für die deutsche Stimme von Bruce Willis wurde Thomas Danneberg und nicht wie in den vorhergehenden (und späteren) Filmen Manfred Lehmann eingesetzt, da Manfred Lehmann zu dieser Zeit auf Bali drehte und sämtliche Angebote ausschlug, zu den Synchronarbeiten nach Deutschland zu reisen.
  • In der Rolle der stummen Katya agiert die amerikanische Popsängerin Sam Phillips. Als John McTiernan eines ihrer CD-Cover sah, erinnerte ihn ihr Foto an eine deutsche Terroristin, weshalb sie engagiert wurde. Um ihre Rolle als katzenhafte Killerin zu unterstreichen, wurde entschieden, ihre Dialogzeilen aus dem Drehbuch zu entfernen.
  • Als Terrorist Roman agiert der Finne Tony Halme. Dieser war unter dem Namen Ludvig Borga einst ein bekannter Westler bei der WWE (ehem. WWF).
  • Das ursprüngliche Drehbuch handelte von einem New Yorker Cop namens Alex Bradshaw (gespielt von Brandon Lee) und dem afrikanischen Charakter Zeus Carver. Tragischerweise wurde Lee während der Dreharbeiten zu „*The Crow“ im Jahr 1993 getötet. Das Drehbuch wurde somit nicht verfilmt und ging zurück zu den verfügbaren Skripten im Besitz von 20th Century Fox. Als Warner Brothers und Produzent Joel Silver einen vierten Lethal Weapon-Film machen wollten, kontaktierten sie 20th Century Fox und versuchten, das Drehbuch zu kaufen, um es an „*Lethal Weapon 4“ anzupassen. 20th Century Fox verkaufte das Drehbuch aber niemals, da es ein gutes angesehenes Drehbuch war. Schließlich entdeckte Regisseur John McTiernan das Drehbuch und adaptierte es in Stirb langsam: Jetzt erst recht.

Alternatives Ende:

Der Film hat ein alternatives Ende, welches auf der 2003er DVD-Version zu sehen ist. Darin sind Simon und seine Leute mit dem Gold entkommen, welches sie, umgeschmolzen in Miniaturen des Empire State Building, aus den USA geschmuggelt haben. Monate später spürt McClane Simon Gruber irgendwo in Osteuropa auf, nachdem er bei der Polizei gefeuert worden ist. Gruber hat inzwischen auch seine Mittäter verraten. McClane zwingt ihn, einen Mix aus Flaschendrehen und Russischem Roulette mit einem Raketenwerfer zu spielen, wobei diesmal McClane die Rätsel stellt. Am Ende erschießt sich Gruber mit dem Raketenwerfer selbst. McClane meint zu ihm „Yippee-ki-yay, motherfucker“, ehe er verschwindet.

Fakten Quelle: Wikipedia

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