Tod auf dem Nil – Film Review | 2022

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© 20th Century Studios

Dauer 127 Minuten | FSK 12

Der Film „Mord auf dem Nil“ von Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh aus dem Jahr 2022, mit Gal Gadot, Armie Hammer und Kenneth Branagh als Detektiv Hercule Poirot in den Hauptrollen, ist die Fortsetzung des 2017 erschienenen „Mord im Orient Express“ und basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Agatha Christie aus dem Jahr 1937.

Der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) macht Urlaub in Ägypten und unternimmt eine Kreuzfahrt auf dem Nil. Als eine junge und reiche Frau ermordet wird, übernimmt Poirot die Ermittlungen. Er muss den Täter an Bord finden. Die Hauptverdächtige, Jacqueline de Bellefort (Emma Mackey), der das Opfer ihren Verlobten Simon (Armie Hammer) weggeschnappt hat, hat allerdings ein Alibi. Neben Jacqueline kommen mehrere andere Mitglieder der Reisegruppe infrage.

Quelle: Google

© 20th Century Studios

Mord im Studio vor Green-Screen.

Ich mag die alten Kriminal-Geschichten von Agatha Christie. Daher habe ich mich damals über eine Neuverfilmung von „*Mord im Orient Express“ gefreut. Der Film war letztendlich ziemlich durchschnittlich, bis auf den extrem hochkarätigen Cast. „Mord auf dem Nil“ kann bei weitem nicht mit so einem Cast aufwarten. Die Erwartungen an den Film waren dementsprechend gedämmt.

Die Regiearbeit von Branagh ist gar nicht mal so schlecht. Die Bildkompositionen sind schön gewählt. Es gibt viele weite Einstellungen. Auch ein paar Spezialeffekte sehen ziemlich gut aus, einige aber auch nicht. Was aber extrem negativ auffällt sind die ganzen Green-Screen-Aufnahmen. Selten sahen Hintergründe so mies aus. Die Personen im Vordergrund heben sich total vom Hintergrund ab, sodass nicht mal mit Wohlwollen ein Hauch von Authentizität aufkommen will. Der Grund dafür könnte natürlich die weltweite Pandemie sein, weshalb nicht an Originalschauplätzen gedreht werden konnte, was wirklich sehr bedauerlich ist. Zudem ist der Film auch ein wenig zu lang geraten. Der Blues-lastige Soundtrack hingegen hat schon Stil und auch die Performance von Russell Brand („*Männertrip“, 2010) war überraschend stark. Von mir gibt es solide ★★½ Sterne auf Letterboxd.

© 20th Century Studios

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay, *4K oder als *VOD bei Disney+.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 90 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen über 134 Millionen Dollar. „Mord im Orient Express“ konnte bei einem Budget von 55 Millionen US-Dollar weltweit über 350 Millionen US-Dollar einspielen.
  • Es wurden unter anderem alte Aufnahmen aus den Fernsehproduktionen „*Die Fahrt zum Leuchtturm“ (1983) und „Jack Grant geht seinen Weg“ (1984), in denen Branagh zu sehen war, digital aufbereitet.
  • Sein im Vorgängerfilm noch kontrovers diskutierter Mustache (stattlicher Bart) wurde für die Fortsetzung getrimmt.

Fakten Quelle: Wikipedia

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