TENET – Film Review | 2020

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© Warner Bros.

Kann Tenet das Kinojahr 2020 noch retten!?

Der Film „Tenet“ von Regisseur Christopher Nolan, aus dem Jahr 2020, mit John David Washington, Robert Pattinson und Lenneth Branagh in den Hauptrollen, ist ein Science-Fiction-Spionagethriller der Extra-Klasse.

Es geht um einen namenlosen Geheimdienstmitarbeiter (John David Washington), der zusammen mit anderen Kämpfern in verschiedenen Zeitebenen und sich überlagernden Realitäten eingesetzt wird. Alles beginnt mit einem mutmaßlichen Anschlag auf ein Opernhaus in der Ukraine. Doch die Ereignisse spielen sich rückwärts ab, Munition und andere Gegenstände werden hier als „invertiert“ bezeichnet, sie sind mit einer „umgekehrten Zeit aufgeladen“ und bewegen sich dadurch rückwärts. Der russische Oligarch Andrei Sator (Kenneth Branagh) will sich diese Eigenschaft zu Nutze machen. Zusammen mit Neil (Robert Pattinson) versuchen sie dies zu verhindern.

© Warner Bros.

Tenet hat eine wirklich große Last zu tragen, denn der Film soll in Zeiten von Corona das Kino quasi im Alleingang retten. Trotz steigender Infektionszahlen soll „Tenet“ die Menschen wieder ins Kino locken. Wir lieben es, Filme auf der großen Leinwand zu schauen, aber auch wir waren skeptisch, ob es wirklich sein muss jetzt wieder ins Kino zu gehen.

Zu den „Covid-19“ Hygienemaßnahmen im Cinedom in Köln kann ich nur sagen: wir waren zu keiner Zeit irgendwelchen Menschenansammlungen ausgesetzt. Wir wurden über abgesperrte Wege mit Abstandsmarkierungen zur Snackbar geleitet und auch dort waren wir ganz alleine. Erst als wir den Bereich verlassen haben, durfte der nächste sein Essen bestellen. Im Kinosaal an unserem Platz angekommen, durften wir dann die Masken absetzten. In jeder Reihe saßen vielleicht maximal 6-8 Personen mit jeder Menge Abstand, jedenfalls nach rechts und links. Man hatte aber dennoch Menschen vor und hinter sich sitzen, was wir für suboptimal gehalten haben. Das könnte man sicher auch noch sinnvoller gestalten. Nach dem Film sind wir alle über den Notausgang direkt auf die Straße gelangt und sind dann zum Parkhaus gelaufen.

© Warner Bros.
Nun aber zum Film:

Nolan hat hier einige Sequenzen so aufgenommen, um sie nachher im Film rückwärts abzuspielen. Das bietet natürlich die Möglichkeit für einige coole Einstellungen und kreative Actionsequenzen. Man sieht „Tenet“ auch durchaus sein Budget von über 200 Millionen Dollar an. 90% des Filmes kam ohne CGI-Effekte aus. Nolan hat auch eine penible Rechnung aufgestellt und damit bewiesen, dass es günstiger ist, eine echte Boeing 747 in einen Hangar crashen zu lassen, als ein CGI-Department dafür zu engagieren. Es sieht halt auch einfach besser aus! Die Explosionen sind echt, ebenso die Helis, die Schiffe und so weiter, das alles macht schon echt Eindruck. Auch der Soundtrack von Ludwig Göransson untermalt die großen Bilder mit einem brachialen Bassteppich. Die Geschichte hingegen muss man glaube ich einfach so schlucken. Denn so richtig möchte hier keine Logik aufkommen, zumindest nicht auf den ersten Blick. Vielleicht ändert sich das ja bei einer zweiten Sichtung. Die Inszenierung ist aber absolut fantastisch und allein deshalb sollte man den Film auf der großen Leinwand schauen. Von mir gibt es knapp ★★★★ Sterne auf Letterboxd, mit der Hoffnung, das „knapp“ noch streichen zu können.

Es war jedenfalls sehr schön mal wieder mit Mrs. Hype (★★★½) ins Kino zu gehen.

Sidefacts:

Das Budget betrug schätzungsweise zwischen 200 – 225 Millionen US-Dollar. Ob der Film sein Budget wieder einspielen wird bleibt abzuwarten.

Gedreht wurde in sieben Ländern, darunter in Großbritannien, Indien und Estland.

Tenet ist Nolans 11. Spielfilm.

Der Film stellt die bereits achte Zusammenarbeit von Michael Caine und Regisseur Nolan dar.

Christopher Nolan hat nach eigenen Aussagen 6 Jahre an dem Drehbuch gearbeitet. Er fungiert hier zudem auch als Produzent.

Fakten Quelle: Wikipedia

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