Spirited – Film Review | 2022

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X-Mas Weeks – #10 – Spirited (2022)

Dauer: 127 Minuten | FSK 6

Der Film „Spirited“ von Regisseur Sean Anders aus dem Jahr 2022, mit Will Farrell, Ryan Reynolds und Patrick Page in den Hauptrollen, ist eine Musical-Komödie und eine lose Fortsetzung von „Charles Dickens – Weihnachtsgeschichte“.

Ein äußerst geiziger Misanthrop (Ryan Reynolds) begibt sich auf eine einmalige magische Reise und erlebt dabei viele eindrucksvolle Momente.

Quelle: Google

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Spirited – Irgendwo zwischen Cringe und Magie.

Spirited“ versucht eine ständige Gratwanderung zwischen lustig und traurig. Dann wird das Ganze auch noch mit musikalischen Einlagen umwoben und versucht dabei noch besinnlich zu sein. Das funktioniert hier nur zum Teil. Eines muss man Apple aber einfach lassen, optisch sieht das Ganze hier äußerst hochwertig aus. Neben den beiden Hauptdarstellern spielen auch noch ein paar weitere bekannte Gesichter mit. U. a. haben der Late Night Show Moderator Jimmy Fallon, die phantastische Schauspielerin Judi Dench oder auch der YouTuber Nate Jackson einen kurzen Cameo-Auftritt im Film.

Die Handlung hat bis auf einzelne Elemente nicht sonderlich viel mit der Vorlage von Charles Dickens zu tun, welche im Film sogar erwähnt wird, versteht sich aber glaube ich als Sequel der ursprünglichen „*Weihnachtsgeschichte“ (OT: „Christmas Carol“). Die Gesangseinlagen werden hier meist nahtlos in die Handlung integriert. Im englischen Original klingt das Ganze sogar richtig gut. Man sollte den Film also wenigstens bei den Musical-Parts im englischen Originalton schauen. Man kann ja immer wieder auf Deutsch zurück wechseln. Nervt ein bisschen, wertet den Film aber wirklich enorm auf. Im O-Ton wird der Geist der zukünftigen Weihnacht von Comedian Tracy Morgan gesprochen. Dessen Wortwitz in der deutschen Version natürlich überhaupt nicht rüberkommt. Ich habe generell nichts gegen Synchronisationen, aber die Songs kann ich mir auf Deutsch beim besten Willen nicht geben.

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Der Film hätte für meinen Geschmack auch gut 15-20 Minuten kürzer sein können. Dennoch macht „Spirited“ mehr Spaß als ich gedacht hätte. Auch die Effekte machen größtenteils echt was her. Bei Weihnachtsfilmen stören auch die Studiokulissen irgendwie nicht. Diese sorgen bei Zeiten sogar für ein paar magische Momente. Ob der Film zu einem Weihnachtsklassiker wie „*Die Geister die ich rief“ (1988) wird, ist aber wahrlich fraglich. Dennoch eine klare Empfehlung für Musicalfilm-Fans, allerdings nur eine vorsichtige für Fans der beiden Hauptdarsteller. Von mir gibt es solide ★★★ Sterne auf Letterboxd.

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Den Film gibt es bei *Apple+ im Abo.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 75 Millionen US-Dollar. Apple hat Gerüchten zu Folge für die Vertriebsrechte ca. 60 Millionen Dollar gezahlt.
  • Will Ferrell und Ryan Reynolds bekamen jeweils 20 Millionen Dollar für ihre Rollen im Film.
  • Spirited hatte am 11. November 2022 einen begrenzten Kinostart, gefolgt von seiner digitalen Veröffentlichung auf Apple TV+ eine Woche später, am 18. November.
  • Es gibt ein Soundtrack-Album mit den Liedern aus dem Film. U. a. „That Christmas Mornin‘ Feeling„, gesungen von Ferrell und „Do a Little Good„, gesungen von Ferrell und Reynolds.

Fakten Quelle: Wikipedia

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