Renfield – Film Review | 2023

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Dauer: 93 Minuten | FSK 16

Der Film „Renfield“ von Regisseur Chris McKay aus dem Jahr 2023, mit Nicholas Hoult, Awkwafina und Nicolas Cage in den Hauptrollen, ist eine Horror-Fantasy-Komödie und basiert lose auf dem Roman „Dracula“ des Schriftstellers Bram Stoker und ist als Fortsetzung der gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahr 1931 konzipiert.

Draculas Gehilfe Renfield (Nicholas Hoult) hat die Arbeit für seinen narzisstischen Meister (Nicolas Cage) satt. Nach Jahrhunderten der entwürdigenden Knechtschaft will er herausfinden, ob es für ihn auch ein Leben ohne den Fürsten der Finsternis geben kann und schließt sich dafür einer Selbsthilfegruppe an.

Quelle: Google

(from left) Dracula (Nicolas Cage) and Renfield (Nicholas Hoult) in Renfield, directed by Chris McKay.

Nicolas Cage als Dracula klingt spannend, aber der eigentliche Star, wie man bei dem Titel vermuten könnte, ist „Renfield“, phantastisch gespielt von Nicholas Hoult. Aber auch Nicolas Cage hat sichtlich Spaß an der Rolle, die für ihn einen lang ersehnten Traum in Erfüllung gehen lässt. Gerüchten zu Folge hat er sich für die Rolle sogar seine echten Zähne spitz schleifen lassen. Die Inszenierung ist solide und gerade die Action, gepaart mit den absurden Gewaltspitzen machen schon irgendwie Spaß. Wie sich die Zeiten doch ändern, früher wäre der Film hierzulande wahrscheinlich auf dem Index gelandet, heute kriegt er eine FSK 16 Altersfreigabe (siehe Sidefacts).

Der Humor wird hier glücklicherweise recht pointiert eingesetzt. Hier dient zum Teil die Polizei als Comic Relief, die ich persönlich gar nicht gebraucht hätte. Trotz einer knackigen Laufzeit von ca. 90 Minuten fühlt sich der Film irgendwie länger an. Die Geschichte ist aber zugegebenermaßen ganz cool und hat viele nette Ideen. Die Effekte sehen die meiste Zeit ganz gut aus, auch wenn man hier an einigen Stellen ruhig auf CGI-Blut hätte verzichten können und eher mal zu Kunstblut hätte greifen sollen. Dennoch ist „Renfield“ ein actionreicher und extrem brutaler Horror-Spaß, der von uns sicher im Horroktober noch einmal einen Rewatch bekommt. Von mir gibt es daher ★★★ Sterne auf Letterboxd.

Der Film läuft aktuell in den deutschen Kinos. Den Film gibt es bald bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 65 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen bisher 25,3 Millionen Dollar.
  • Als Universal im Jahr 2014 Neuverfilmungen seiner Horrorklassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anstrebte, wurde auch ein Film über „Dracula“ als eines der möglichen Projekte gehandelt. Nach dem Misserfolg des ersten Spielfilms „*Die Mumie“ (2017) wurde der Fokus des Filmstudios allerdings nicht mehr auf gemeinsames Filmuniversum, sondern vielmehr auf voneinander unabhängige Geschichten gelegt. Im November 2019 wurde schließlich ein Film über „Graf Draculas“ Handlanger „Renfield“ angekündigt, der erstmals in Bram Stokers Roman „*Dracula“ eingeführt wurde.
  • Für die in schwarz-weiß gehaltene Eröffnungsszene wurde auf Originalaufnahmen aus „*Dracula“ (1931) zurückgegriffen, in die Nicolas Cage und Nicholas Hoult anstelle von Bela Lugosi und Dwight Frye digital eingefügt wurden. Cage und Hoult drehten vor Greenscreen und in Farbe, um die unterschiedliche Kolorierung später in schwarz-weiß besser nuancieren zu können. Für die Realisierung dieser Aufnahmen griff Regisseur McKay auf dieselben Kamerapositionen, Beleuchtungen und Kameralinsen des Originalfilms zurück, die aufgrund von fehlenden Datenaufzeichnungen zum Teil nachkonstruiert und abgeschätzt werden mussten. Es wurde auch wenige Szenen aus anderen Universal-Horrorfilmen wie „*Frankenstein“ (1931) genutzt.
  • In den Vereinigten Staaten erhielt „Renfield“ von der MPA aufgrund der blutigen Gewalt, etwas Gore und Drogenkonsum sowie der Sprache ein R-Rating. In Deutschland wurde der Film von der FSK mit einer Freigabe ab 16 Jahren versehen.

Fakten Quelle: Wikipedia

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