Nicht auflegen! – Film Review | 2002

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© 20th Century Fox

Der Film „Nicht Auflegen“ von Regisseur Joel Schumacher („Falling Down“, 1993) aus dem Jahr 2002, mit Colin Farrell, Kiefer Sutherland und Forest Whitaker in den Hauptrollen, ist ein Thriller und zum Großteil ein Kammerspiel in einer Telefonzelle.

Stuart Shepard (Colin Farrell) ist ein ziemlich guter Betrüger. Als der verheiratete Mann eines Tages wieder seine Geliebte von einer Telefonzelle aus anruft, erfährt sein Leben eine verhängnisvolle Kehrtwende. Am anderen Ende meldet sich ein psychopathischer Scharfschütze. Stu darf Nicht auflegen!, sonst wird er sofort erschossen.

© 20th Century Fox

Ein Film der zu 90% in einer Telefonzelle spielt, kann das funktionieren!? Diese Frage habe ich mir damals gestellt und wurde positiv überrascht. Zudem läuft die Handlung des Films in Echtzeit ab. Dabei vergehen die knapp 80 Minuten aber wie im Flug. 2002 war Colin Farrell noch in zwei weiteren Hollywood Produktionen zu sehen („*Das Tribunal“ und „*Minority Report“), aber „Nicht Auflegen!“ war dann wohl sein endgültiger Durchbruch, auch wenn er schon im Jahr 2000 eine Nebenrolle im phantastischen „*Ein ganz gewöhnlicher Dieb – Ordinary Decent Criminal“ hatte. Er trägt den Film ganz gut, dabei wird er aber auch vom Oscarpreisträger Forest Whitaker unterstützt. Ein rasantes Kammerspiel mit Top Besetzung und spannend bis zum Schluss. Von mir gibt es knapp ★★★★ Sterne auf Letterboxd.

© 20th Century Fox

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 13 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen knapp 98 Millionen Dollar. Das Produktionsbudget wurde innerhalb von nur 3 Tagen wieder eingespielt.
  • Sämtliche Aufnahmen erfolgten in der Reihenfolge, in der sie im finalen Schnitt zu sehen sind. Die Dreharbeiten wurden innerhalb von 10 Tagen fertiggestellt.
  • In der Szene, in der der Anrufer Stuart davor warnt, seine Brieftasche zu zücken, um nicht zu riskieren, mit 41 Schüssen niedergestreckt zu werden, ist eine Anspielung auf den Tod von Amadou Diallo. Diesen unbewaffneten Zivilisten hatten im Februar 1999 vier New Yorker Polizisten mit einem Serienvergewaltiger verwechselt. Bei seiner Verhaftung griff Diallo nach seiner Brieftasche, woraufhin 41 Schüsse auf ihn abgegeben wurden, von denen 19 Schüsse zu Verletzungen führten, denen er erlag.
  • Kiefer Sutherland ist als unbekannter Anrufer lediglich 52 Sekunden im Bild zu sehen. Ursprünglich waren diese Szenen bereits mit Ron Eldard abgedreht, wurden jedoch anschließend umbesetzt und mit Kiefer Sutherland erneut gedreht. Der deutsche Synchronsprecher Tobias Mister spricht nur die Rolle des Anrufers Kiefer Sutherland ein, obwohl er in der Regel ebenso die deutsche Stimme von Forest Whitaker, der hier die Rolle des Captain Ramey spielt, verkörpert.
  • Im Hintergrund der Telefonzelle steht an einem Schaufenster „Who do you think you are?“, zu deutsch: „Was glaubst du, wer du bist?“. Dieser Satz ist eine stilistische Anspielung auf Stuart, der sich im Laufe des Films seines wahren Lebens bewusst wird.

Fakten Quelle: Wikipedia

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