Minority Report – Film Review | 2002

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© Twentieth Century Fox

Dauer: 145 Minuten | FSK 12

Der Film „Minority Report“ von Regisseur Steven Spielberg aus dem Jahr 2002, mit Tom Cruise, Colin Ferrell und Samantha Morton in den Hauptrollen, ist ein Science-Fiction-Mystery-Thriller mit einer ordentlichen Portion Action und basiert auf der Kurzgeschichte „Der Minderheiten-Bericht“ des amerikanischen Autors Philip K. Dick aus dem Jahr 1956.

Washington im Jahr 2054: John Anderton (Tom Cruise) leitet eine Abteilung, die auf die Festnahme zukünftiger Mörder spezialisiert ist. Auf Grund der Visionen der sogenannten Precogs ist es möglich, Verbrecher zu erwischen, bevor sie ihr Verbrechen begehen können. Eines Tages gibt eine der Visionen Andertons Namen preis und plötzlich befindet er sich auf der Flucht vor seinen eigenen Leuten und seinem eigenen System.

Quelle: Google

© Twentieth Century Fox

Gibt es 2054 dann auch Pre-Crime Podcasts?

Wenn man einen Menschen verhaftet bevor er einen Mord begeht und diesen dadurch verhindert, hat der Inhaftiere defakto keine Straftat begangen. Ein moralisches Dilemma dem sich zum Glück erst die Verbrechensbekämpfung der Zukunft stellen muss.

© Twentieth Century Fox

Spielberg inszeniert hier mit „Minority Report“ meisterhaft die nicht all zu ferne Zukunft. Einige Dinge die hier noch als Future-Gadgets inszeniert werden, sind heutzutage u. a. standardmäßig bei Spielekonsolen dabei oder wie z. B. AirPods als Handyzubehör zu erwerben. Der genaue Grund dafür steht in den Sidefacts. Die Effekte sind zum Teil etwas veraltet und können natürlich nicht mit aktuellen Standards mithalten. Die abwechslungsreiche Inszenierung hält einen aber über die gesamte Lauflänge am Ball. Zudem kommen ein phantastischer Soundtrack von John Williams, viele verschiedene bildgestalterische Kniffe (siehe Sidefacts) und ein enorm gut aufgelegter Tom Cruise, der den Film ganz locker auf seinen Schultern trägt. Eine spannende Zukunftsvision mit einem sehr starken Ende. Von mir gibt es ★★★½ Sterne auf Letterboxd.

© Twentieth Century Fox

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 102 Millionen Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 358 Millionen Dollar.
  • Bei der Vorbereitung des Films engagierte Steven Spielberg eine Gruppe von Zukunftsforschern, die eine Reihe von Zukunftsszenarien für das Jahr 2054 ausarbeiteten (unter anderem Douglas Coupland und Dale Herigstad). Die im Film dargestellten Requisiten können daher als Trendprognosen für die zukünftigen Entwicklungen in der Informationstechnik, dem Automobilbau, der Stadtplanung oder der Robotik interpretiert werden.
  • Als Anspielung auf nicht vollendete Werke erklingt als Filmmusik die Symphonie Nr. 8, h-Moll von Franz Schubert, bekannt als „Unvollendete“. Sie ist z. B. in den Szenen zu hören, in denen Anderton die mittels Gestik, Hand- und Armbewegungen bedienbare Visualisierungsschnittstelle der Precog-Visionen verwendet.
  • Drehbuchautor Scott Frank benannte die drei Precogs, Agatha, Arthur und Dashiell, nach berühmten Krimiautoren: Agatha Christie, Arthur Conan Doyle und Dashiell Hammett.
  • Im Film wird Bleichausslassung angewendet. Dies ist ein visueller Effekt, bei dem der Vorgang des Bleichens bei der Farbfilmentwicklung teilweise oder komplett ausgelassen wird.
  • Zehn Jahre hielt der Film den Rekord für die meisten Produktplatzierungen mit 17 Millionen Euro, dieser wurde aber 2012 von „*Skyfall“ mit 34 Millionen Euro deutlich übertroffen.
  • Richard Hymns und Gary Rydstrom wurden im Jahr 2003 für den Tonschnitt für den Filmpreis Oscar nominiert.
  • Der Film gewann 2003 den Saturn Award in vier Kategorien: Beste Regie (Steven Spielberg), Bester Science-Fiction-Film, Beste weibliche Nebenrolle (Samantha Morton) und Bestes Drehbuch (Scott Frank und Jon Cohen). Er erhielt außerdem sieben Nominierungen für den Saturn Award, darunter die Nominierungen für Tom Cruise und Max von Sydow.
  • Er gewann den Curt-Siodmak-Preis 2003 als Bester Science-Fiction-Film

Fakten Quelle: Wikipedia

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