King Ralph – Film Review | 1991

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1969
© Universal Pictures | Pandastorm Pictures

Der Film „King Ralph“ von Regisseur David S. Ward („Die Indianer von Cleveland“), aus dem Jahr 1991, mit John Goodman, John Hurt und Peter O‘Toole in den Hauptrollen, ist eine Royal Comedy der etwas anderen Art und basiert auf dem Roman „Headlong“ von Emlyn Williams.

Bei einem tragischen Unglück stirbt die gesamte englische Königsfamilie, der einzige noch lebende Blutsverwandte ist der in Amerika geborene Ralph Jones (John Goodman), der nun vor der Aufgabe steht England zu regieren. Doch sein Amtsantritt ist vielen ein Dorn im Auge, so wird mit allen Mitteln versucht King Ralph zu sabotieren.

© Universal Pictures | Pandastorm Pictures

Eine schöne kleine charmante 90er Komödie, die niemandem weh tut, außer vermutlich dem englischen Volk, für die dieses Szenario sicher der größte Albtraum wäre. John Goodman spielt den nativen aber sympathischen Kerl wunderbar und auch seine musikalischen Einlagen im Film können sich mehr als sehen lassen. Wo wir dann auch bei dem fantastischen Soundtrack von Komponist James Newton Howard sind, der für die Musik unzähliger Filme verantwortlich ist. Für eine Komödie ist die Gagdichte zwar nicht sonderlich hoch, der Film wird aber dennoch vom Charme Goodmanns getragen. Von mir gibt es daher ★★★ Sterne auf Letterboxd.

© Universal Pictures | Pandastorm Pictures

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug ca. 23 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 52 Millionen Dollar.
  • Das von Ralph zitierte Gesetz über Hochverrat, der „Treason Act 1702“, existiert wirklich. Er verhängt für das Verbrechen des Eingriffs in die Erbfolge der britischen Monarchie die Todesstrafe, die offiziell erst 1998 in lebenslange Haft umgewandelt wurde. Anders als von Ralph im Film behauptet, wurde es jedoch nicht unter Wilhelm III. verabschiedet, sondern im ersten Jahr der Herrschaft von Königin Anne.
  • Im Film empfängt König Ralph I. den König von Finnland samt dessen Familie. Finnland hatte mit Friedrich Karl von Hessen lediglich gegen Ende des Ersten Weltkriegs 1918 nominell zwei Monate lang einen König.
  • Der Name des finnischen Königs, „Gustav“, ist ein schwedischer, genauer gesagt ein nordischer Vorname und wird mit dieser Variante als Vorname im Finnischen nicht benutzt. Die finnische Variante für Gustav ist Kustaa, aber dieser Vorname ist selten.
  • Ein Gag des Films ließ sich kaum ins Deutsche übertragen: Ralph wird eine Auswahl typisch englischer Gerichte präsentiert. Als Amerikaner kennt er den englischen Dessertkuchen „Spotted dick“ nicht, verwechselt diesen mit den Würstchen von „Bangers and Mash“ und fragt nach, von welchem Tier dieser „Dick“ (Penis) sei. In der deutschen Synchronisation behalf man sich mit der Bezeichnung „Gefüllter Dödel“.

Fakten Quelle: Wikipedia

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