John Wick 4 – Film Review | 2023

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Dauer: 169 Minuten | FSK 18

Der Film „John Wick – Kapitel 4“ von Regisseur Chad Stahelski aus dem Jahr 2023, mit Keanu Reeves, Donnie Yen und Bill Skarsgård in den Hauptrollen, ist ein Action-Neo-Noir Film und ist die Fortsetzung zu „*John Wick: Kapitel 3“ (2019).

Der Auftragskiller John Wick (Keanu Reeves) setzt seinen Kampf gegen die „Hohe Kammer“ fort und hat mittlerweile die halbe Unterwelt gegen sich aufgebracht. Wick kann förmlich zusehen, wie das Kopfgeld auf ihn immer weiter steigt. Sein mächtigster Gegner ist Unterwelt-Boss Marquis de Gramont (Bill Skarsgård), der starke Allianzen hinter sich versammelt hat und dem seine Handlanger Shimazu (Donnie Yen) und Killa treu zur Seite stehen. Sein Kampf gegen neue und alte Feinde führt Wick von New York über Paris und Osaka bis nach Berlin..

Quelle: Google

Der Keanu Hype ist real.

Das Internet liebt den bescheidenen, sympathischen und bodenständigen Schauspieler und ehrte ihn über die letzten Jahre mit einer Flut an Memes, die Keanu Reeves meist in einem guten Licht dastehen lassen. Auch wir mögen ihn für seine Menschlichkeit, aber auch wenn er übermenschlich auf Killertour geht.

Die Erwartungen an „John Wick 4“ waren enorm hoch. Dass der Film diesen nicht gerecht werden kann, war mir im Vorfeld klar, nichtsdestotrotz war ich letztendlich etwas enttäuscht von dem Streifen. Das Ganze fühlt sich mittlerweile echt nur noch nach Computerspiel an, in dem der Protagonist von einer Stage zur nächsten muss und immer wieder gegen verschiedene Gegner antreten muss, bis er letztendlich beim End-Boss angekommen ist. Die Action und die Kampfchoreografien sind dabei definitiv über jeden Zweifel erhaben. Auch wie das Ganze mit der Kamera eingefangen wurde ist absolut phantastisch und zum Teil nie dagewesen, dennoch habe ich irgendwie etwas mehr erwartet. Dabei kann ich nicht einmal definieren was mir jetzt genau gefehlt hat, denn im Grunde bin dankbar, dass heutzutage in Zeiten von K.I. (Chat GPT) und „Drag&Drop CGI“, der damit zugrunde gehenden Kreativität und Sterben des klassischen Handwerks, noch solche Filme von Fachleuten entstehen.

Keanu zeigt einmal mehr, dass er ein absoluter Motherfucker ist, viele der Stunts und Choreografien hat der Schauspieler selbst durchgeführt. Leider kriegt er viel zu wenig Text. Scott Adkins als deutscher Unterweltsboss Killa war sehr amüsant und dank des Make-Ups kaum zu erkennen. Schade, dass Lance Reddick den wahnsinnigen Erfolg des Films nicht mehr erleben konnte. Donnie Yen spielt hier fast die selbe Rolle wie in „*Rogue One – A Star Wars Story“, er scheint aktuell irgendwie ausschließlich als blinder Kämpfer gebucht zu sein. „John Wick – Kapitel 4“ ist ein absolut starker Actionfilm mit extrem vielen, zum Teil enorm harten und blutigen Kills. Die FSK 18 wurde hier zurecht vergeben. Für die Action und Keanu gibt es von mir noch knapp ★★★★ Sterne auf Letterboxd.

© Lionsgate | Leonine Distribution

John Wick 4“ ist seit dem 23. März 2023 in den deutschen Kinos. Den Film gibt es bald bei Amazon auf *DVD, *BluRay, *4K, *Steelbook 4K UHD und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug ca. 100 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der bisher an den Kinokassen über 137 Millionen Dollar.
  • Es gibt eine Post-Credit-Szene.
  • Yen gab über seinen Charakter an, dass er im Zuge der Vorproduktion seine zunächst stereotypisch asiatisch angelegte Figur in Bezug auf Namen und Auftreten abändern und stattdessen als eine Hommage an Bruce Lee anlegen konnte.
  • Scott Adkins’ Figur erforderte das Tragen eines Fettanzugs, weshalb er seinen Kampfstil an Mike Tyson anlehnte.
  • In Berlin wurde unter anderem am Gendarmenmarkt, in der Herz-Jesu-Kirche, am Brandenburger Tor und im Kraftwerk gefilmt.
  • Der ursprüngliche Rohschnitt hatte eine Laufzeit von fast 230 Minuten, wurde für die finale Filmfassung von Filmeditor Nathan Orloff allerdings auf unter drei Stunden gekürzt. Neben ergänzendem Worldbuilding fielen dabei vor allem Teile der Actionszenen in Berlin und am Arc de Triomphe dem Schnitt zum Opfer.
  • Regisseur Stahelski griff für den vierten Teil auf nicht genutzte Elemente und Actionsequenzen aus „John Wick: Kapitel 3“ zurück und bediente sich unter anderem bei Samurai-Filmen von Sergio Leone oder dem Actionthriller „*Die Warriors“ als Inspirationsquelle.
  • Im Zuge der Veröffentlichung von „John Wick: Kapitel 4“ erklärte Regisseur Chad Stahelski schließlich, dass er und Hauptdarsteller Keanu Reeves vorerst mit den John-Wick-Filmen abgeschlossen hätten und eine Pause einlegen würden, zukünftig aber von weiteren Fortsetzungen nicht abgeneigt seien. Ebenso wird Reeves einen Auftritt im Spin-off „Ballerina“. Nun wurde bekannt, dass ein fünfter Teil in Auftrag gegeben wurde.

Fakten Quelle: Wikipedia

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