Im Auftrag des Teufels – Film Review | 1997

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© Warner Bros.

Der Film „Im Auftrag des Teufels“ von Regisseur Taylor Hackford aus dem Jahr 1997, mit Keanu Reeves und Al Pacino in den Hauptrollen, ist ein Mystery-Thriller und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andrew Neiderman.

Der junge Provinzanwalt Kevin Lomax (Keanu Reeves) verteidigt in Florida einen Lehrer, der angeklagt ist, sich an einer Schülerin vergangen zu haben. Er schüchtert die Zeugin ein und bekommt den offensichtlich schuldigen Mann frei. Dadurch steigt er auf der Karriereleiter nach oben und geht nach New York um dort für eine renommierte Kanzlei zu arbeiten und eine steile Karriere zu machen. Doch was wird nur aus der Gerechtigkeit?

Quelle: Google

© Warner Bros.

Keanu Reeves kann sehr wohl schauspielern, neben Al Pacinos Performance als Mephisto sieht er allerdings auch hier ganz schön blass aus. Für Charlize Theron war „Im Auftrag des Teufels“, nach ihrem Debüt in „*Kinder des Zorns III“ von 1995 zwei Jahre zuvor, der endgültige Durchbruch in Hollywood. 2004 erhielt sie dann absolut verdient den Oscar als beste Hausptdarstellerin für ihre Performance im Film „*Monster“. Aber auch hier spielt sie ihre Rolle absolut phantastisch.

Im Auftrag des Teufels“ ist hochkarätig besetzt und handwerklich absolut solide. Der Film versprüht von Anfang an eine unbehagliche Atmosphäre. Dabei hat der Film eine Sogwirkung, die einen einfach nicht mehr loslässt. Die Effekte sehen teilweise natürlich nicht mehr allzu gut aus, was dem Film aber in keinster Weise schadet. Wenn man genau darauf achtet kann man erkennen, dass das Gemälde in Al Pacinos Büro aus rechtlichen Gründen im Nachhinein geändert wurde (siehe Sidefacts). Am Ende ist es dann aber doch zu sehen. Insgesamt ein wirklich starker Film mit überraschendem Ende. Von mir gibt es ganz starke ★★★★ Sterne auf Letterboxd.

© Warner Bros.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 57 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 153 Millionen Dollar.
  • Donald Trumps Penthouse im Trump Tower an der Fifth Avenue in New York diente als Kulisse für den Film und wurde in der Handlung als Alexander Cullens Wohnresidenz verwendet.
  • John Milton ist nach dem gleichnamigen Dichter aus dem 17. Jahrhundert benannt. Die von Lomax vorgetragene Textzeile „Besser in der Hölle regieren, als im Himmel zu dienen“ (im Original: „Better to reign in Hell than serve in Heaven“) stammt aus dessen Hauptwerk, dem epischen Gedicht „*Paradise Lost“.
  • Der Boxkampf, den Milton und Lomax sich in der Mitte des Films ansehen, ist keine für den Film gestaltete Szenerie, sondern ein reales Sportereignis: Der Weltmeister im Supermittelgewicht, Roy Jones Jr., kämpfte am 4. Oktober 1996 im New Yorker Madison Square Garden gegen Herausforderer Bryant Brannon (Sieg für Jones durch K.O. in der zweiten Runde). In dieser Szene hat Boxmanager Don King einen Gastauftritt, in dem er sich selbst spielt.
  • Für die Rolle des Kevin Lomax waren unter anderem Brad Pitt, John Cusack und Edward Norton vorgesehen. Auch sollte ursprünglich Joel Schumacher Regie führen.
  • In der Szene, in der Christabella auf der Party zu Gästen etwas auf Französisch spricht, spricht sie diese Sätze in der englischen Originalversion auf Deutsch.
  • Im Film wird der lateinische Begriff „Pro hac vice“ verwendet, der hier die Ausnahme bzw. Einzelfallregelung bezeichnet, dass der in Florida zugelassene Anwalt einen Rechtsfall in New York übernehmen darf.
  • Der Film „The Covenant: Brotherhood of Evil“ (2006) mit Edward Furlong erhielt im Deutschen den Titel „*Im Auftrag des Teufels 2“, hat aber keinerlei Bezug zum Original.
  • Der Film wurde 1998 als Bester Horrorfilm mit dem Saturn Award ausgezeichnet. In den Kategorien Bestes Make-up, Bestes Drehbuch sowie Bester Darsteller (Al Pacino) erhielt der Film jeweils eine Nominierung.

Fakten Quelle: Wikipedia

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