Hugo Cabret – Film Review | 2011

0
886
© Paramount Pictures

Der Film „Hugo Cabret“ von Regisseur Martín Scorsese aus dem Jahr 2011, mit Asa Butterfield, Chloë Grace Moretz und Ben Kingsley in den Hauptrollen, ist ein Abenteuer-Drama für die ganze Familie, der komplett in 3D gedreht wurde.

Hugo (Asa Butterfield) lebt zurückgezogen im Pariser Bahnhof der 1930er Jahre.
Mit Beharrlichkeit versucht er dort eine defekte, mechanische Puppe zu reparieren, die einst ein Projekt seines verstorbenen Vaters (Jude Law) war.
Auf dem Weg hinter das Geheimnis dieser Puppe zu gelangen, trifft er Isabelle (Chloë Grace Moretz) die ihn dabei unterstützt und so auch selbst auf ihr eigenes Familiengeheimnis stößt.

© Paramount Pictures

Die Kamerafahrt durch das Paris der 30er Jahre macht gleich zu Beginn Eindruck. Scorcese hat hier sehr viel Liebe zum Detail bewiesen. Die Effekte sehen zum Teil immer noch atemberaubend aus. An den Jungen musste ich mich erstmal gewöhnen. Dafür macht Ben Kingsley seine Sache hervorragend und Chloë Grace Moretz ist auch sehr gut gecastet. Aber die wohl größte Überraschung ist wohl Sacha Baron Cohan, der hier auch abseits von Borat und Ali G. zeigt, dass er ein wirklich guter Schauspieler ist. Der Soundtrack passt wunderbar in die Zeit in der der Film angesiedelt ist. Das Set Design sieht wirklich absolut phantastisch aus. Die Kostüme sind sehr schön gestaltet und fügen sich gut in die phantasievolle Welt ein. Alles wirkt so als hätte Tim Burton am Design mitgearbeitet. Leider haben wir den Film nur in 2D gesehen. Hätte mich interessiert, wie gut der Effekt hier wirklich ist. Aber auch so ist „Hugo Cabret“ ein schöner Kinderfilm, vielleicht noch nicht für 6 Jährige, aber ab 8 Jahren sollte der Film funktionieren. Hier lernen aber nicht nur Kinder was über die Filmgeschichte, auch ältere Zuschauer können hier sicher noch etwas Neues erfahren. Ein Film von Filmliebhabern für Filmliebhaber. Von mir gibt es ★★★★ Sterne und ein Herzchen auf Letterboxd.

© Paramount Pictures

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug ca. 170 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen knapp 186 Millionen Dollar.
  • Die S3D-Animation stammt von der Frankfurter Firma Pixomondo. Dafür erhielt der Film 2012 den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte. Insgesamt wurden 62 Minuten des Films digital nachbearbeitet (853 virtuelle Einstellungen).
  • Am Ende des Films sind mehrere handkolorierte Sequenzen historischer Stummfilme zu sehen, die nachträglich auf Stereo-3D hochgerechnet wurden. Computer-3D-Animationen sind nicht immer stereoskopisch (räumlich), aber in diesem Fall ermöglichte hochmoderne Stereo-3D-Bearbeitungs-Software die mit Real-3D-Kameras unmöglich herstellbaren räumlichen Kamerafahrten des Films.
  • In Cameo-Auftritten sind Martin Scorsese als Fotograf und Brian Selznick, der Autor der Literaturvorlage, als „eifriger Student“ in der Bibliothek Sainte-Gebeviève zu sehen.
  • Der Film gewann 2012 fünf Oscars für Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Tonschnitt, Beste Tonmischung und Beste visuelle Effekte.

Fakten Quelle: Wikipedia

Kommentiere den Artikel

Bitte gib dein Kommentar ein!
Gebe Bitte hier deinen Namen ein