Forrest Gump – Film Review | 1994

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Dauer: 142 Minuten | FSK 12

Der Film „Forrest Gump“ von Regisseur Robert Zemeckis („Zurück in die Zukunft“, 1985) aus dem Jahr 1994, mit Tom Hanks, Robin Wright und Sally Field in den Hauptrollen, ist eine Tragikkomödie und basiert mit erheblichen Abweichungen auf dem gleichnamigen Roman von Winston Groom.

Der gutmütige, leicht gehbehinderte und mit einem IQ von nur 75 ausgestattete Forrest Gump (Michael Conner Humphreys | Tom Hanks) schlägt sich auf bemerkenswerte Weise durch 40 Jahre amerikanische Geschichte. Er macht Karriere als Football-Spieler, Langstreckenläufer, dekorierter Vietnam-Held und Tischtennis-Profi. Als Unternehmer wird er zum Millionär. Ganz nebenbei erfindet er Elvis Presleys berühmten Hüftschwung und deckt, ohne es zu wissen, den Watergate-Skandal auf. Doch all die Zeit denkt er an seine große Liebe Jenny (Hanna R. Hall | Robin Wright).

Quelle: Google

Auch nach der 100sten Sichtung immer noch ein Brett

Robert Zemeckis war mal ein absoluter Ausnahmeregisseur, mit der „*Zurück in die Zukunft“-Reihe hat er zumindest bei mir für immer ein Stein im Brett, auch wenn dieser nach dem wirklich grauenhaften „*Pinocchio“ Film für Disney etwas gewackelt hat. Nun, nachdem ich „Forrest Gump“ gefühlt zum 100. mal gesehen habe und dieser Film bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat, tröstet das dann doch über die Enttäuschungen aus der jüngsten Vergangenheit hinweg. Die Prämisse, dass Forrest im Laufe seines Lebens bei historischen Ereignissen dabei war ist genial und sorgt für eine unterhaltsame Reise durch die amerikanische Geschichte. Vom Vietnam-Krieg über Ikonen wie Elvis Presley oder John Lennon, bis hin zu dem xten US-Präsidenten – Forrest Gump kennt sie alle.

Tom Hanks spielt die Rolle einfach grandios und wurde zurecht für seine Performance mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Aber auch der restliche Cast ist phantastisch. Angefangen bei Sally Field, die Forrest Gumps Mutter spielt, die wirklich alles für ihren Sohn macht. Ihr kauft man die Rolle 100 prozentig ab. Aber auch Gary Sinise, Mykelti Williamson alias Bubba und natürlich Robin Wright in der Rolle des Love Intrest sind perfekt gecastet. Die Inszenierung von Robert Zemeckis ist meisterhaft, das Szenenbild der verschiedenen Epochen wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Szenen des Vietnamkriegs sind dabei klar von „*Apokalypse Now“ inspiriert. Das Pasting ist unheimlich hoch, sodass trotz einer Laufzeit von 142 Minuten keinerlei Längen aufkommen.

Die Effekte sind trotz Einsatz von CGI ziemlich gut gealtert. Dabei gibt es hier mehr Computer-Effekte als man es vermuten würde (siehe Sidefacts). Aber natürlich wurde hier auch vieles noch analog umgesetzt. Einer der Gründe warum der Film so gut gealtert ist. „Forrest Gump“ ist ein Film mit jeder Menge Herz und gehört meiner Meinung nach in jede Top-100-Film-Liste. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat und Filme liebt, sollte dieses schleunigst nachholen. Von mir gibt es ★★★★½ Sterne und ein Herzchen auf Letterboxd.

Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay, *4K und *VOD oder bei *Paramount+ im Abo.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 55 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen über 678 Millionen Dollar.
  • Besonderes Aufsehen erregten die Filmszenen, in denen Tom Hanks mit Hilfe moderner computergrafischer Methoden, darunter der Bluescreen-Technik sowie dem Warping und Morphing, in Originalaufnahmen historischer Ereignisse hineingeschnitten wurde.
  • In einigen Szenen tauchen Familienmitglieder des Hauptdarstellers sowie des Regisseurs auf. Für die Szenen, die Forrest Gump bei seinem Dauerlauf zeigen, wurde Jim Hanks, Tom Hanks’ jüngerer Bruder, als sein Double eingesetzt. Elizabeth Hanks, seine 1982 geborene Tochter, spielt ein Mädchen im Schulbus. Alexander Zemeckis, Robert Zemeckis’ Sohn, spielt einen Jungen im Schulbus.
  • Einige Filmrequisiten sind heute noch zu besichtigen. Das bei den Dreharbeiten als Krabbenkutter Jenny verwendete Boot steht heute im Wassergraben des Restaurants Planet Hollywood in Orlando im Bundesstaat Florida, einer der im Film verwendeten Tischtennisschläger hängt an der Wand des Restaurants. Die Parkbank in Savannah, Georgia am Chippewa Square, auf der Forrest sein Leben erzählt und auf den Bus wartet, steht seit geraumer Zeit im historischen Museum der Stadt, um sie vor Souvenirjägern und Wettereinflüssen zu bewahren.
  • Die Kurve hinauf auf den Grandfather Mountain in North Carolina, wo Forrest beim Laufen das erste Mal Gesellschaft bekommt, wurde inzwischen „Forrest Gump Curve“ getauft und mit einem entsprechenden Schild versehen. Der Ort auf einer Wüstenstraße nahe dem Monument Valley in Utah, auf der Forrest schließlich seinen Lauf abbricht, wurde „Forrest Gump Hill“ benannt.
  • Benannt ist Forrest nach einem Vorfahren, dem Südstaaten-General Nathan Bedford Forrest, einem frühen Anführer des Ku-Klux-Klans.
  • 1996 entstand eine echte Bubba Gump Shrimp Company, benannt nach dem Unternehmen im Film.
  • Der deutsche Synchronsprecher von Tom Hanks war, wie auch in den meisten anderen Filmen mit ihm, Arne Elsholtz.
  • Bevor die Hauptrolle an Tom Hanks vergeben wurde, wurde sie John Travolta, Bill Murray und Chevy Chase angeboten. Alle drei lehnten ab.
  • Forrest Gump“ wurde mit sechs Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet.

Fakten Quelle: Wikipedia

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