E. T. – Der Außerirdische – Film Review | 1982

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© Universal Pictures

Dauer: 115 Minuten | FSK 6

Der Film „E.T. – Der Außerirdische“ von Regisseur Steven Spielberg aus dem Jahr 1982, mit Henry Thomas, Drew Berrymore und Robert MacNaughton in den Hauptrollen, ist ein Science-Fiction-Abenteuerfilm für die ganze Familie.

Eines Tages findet der zehnjährige Elliott (Henry Thomas) in seinem Schuppen einen Außerirdischen. Elliott freundet sich mit dem kleinen, schrumpeligen Alien an. Er nennt ihn „E.T.“ und versteckt ihn in seinem Zimmer. E.T. wird aber von großem Heimweh geplagt, und Elliott möchte seinem neuen Freund helfen, Kontakt mit seiner Familie aufzunehmen. Gleichzeitig versucht er aber, die Anwesenheit des Außerirdischen vor seiner Mutter, seiner kleinen Schwester (Drew Barrymore) und vor allem vor der Regierung geheim zu halten.

Quelle: Google

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Der spielbergischste Spielberg Film den es gibt.

E.T. – Der Außerirdische“ hat dieses einmalige Spielberg Feeling perfekt eingefangen. Noch heute fühlt sich der Film einfach nur schön an. Man wird zurück katapultiert in eine Zeit, als es das größte war, ein BMX Fahrrad zu Weihnachten zu bekommen, eine Zeit in der die größte Sorge war, ob man für das Wetter auch warm genug angezogen ist. Der gesamte Humor wurde hier auch sehr kindgerecht gehalten, bis auf die Szene in der Elliott wegen E.T. betrunken in der Schule ist. Diese Szene würde heute so wohl nicht mehr stattfinden. Der gerade einmal zehn Jahre alte Hauptdarsteller Henry Thomas spielt die Rolle aber absolut grandios. Wer sein Casting Video kennt, weiß was für ein Talent in diesem Kind schlummerte.

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Aber auch die kleine Drew Barrymore spielt ihre Rolle zuckersüß. Neben der großartigen Regiearbeit von Spielberg ist auch der absolut phantastische Soundtrack von Altmeister John Williams positiv zu erwähnen, den ich, dank der Plattensammlung meines Onkels, lange vor dem Film kannte und instant verliebt war. Für mich ist das Maintheme daher Nostalgie pur. Die handgemachten Effekte der Kinofassung sehen immer noch klasse aus. So gut, dass ich den Film zartbesaiteten Kindern unter 10 Jahren nicht empfehlen würde. „E.T. – Der Außerirdische“ ist und bleibt aber ein Evergreen. Von mir gibt es daher ★★★★ und ein Herzchen auf Letterboxd.

Tipp: Brav sein und den Film unbedingt in der Original *Kinofassung schauen. Bei Amazon Prime kann man die Version aktuell kostenlos im Abo schauen.

© Universal Pictures

Den Film gibt es bei Amazon auf *BluRay, *Special Edition, *4K und *VOD

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 10,5 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen 792,9 Millionen Dollar.
  • Entwickelt und gebaut wurde die Puppe E.T. von dem Italiener Carlo Rambaldi. Während der Dreharbeiten wurde E.T. abwechselnd von drei kleinwüchsigen Schauspielern, darunter Tamara De Treaux, dargestellt, die im Innern der Puppe standen. Nach den Dreharbeiten ließ Spielberg angeblich alle Puppen und Puppenbestandteile von E.T. zerstören, jedoch wurde Ende 2022 eine funktionsfähige Puppe per Auktion für mehr als 2,5 Millionen $ verkauft.
  • Die englische Stimme von E.T. stammt von Pat Welsh (1915–1995), einer Frau aus Kalifornien, die als starke Raucherin eine tiefe, knarzige Stimme hatte. Für ihre Sprechrolle war sie neuneinhalb Stunden im Studio und erhielt insgesamt 380 US-Dollar. Die deutsche Stimme von E.T. wurde von Paula Lepa gesprochen.
  • Steven Spielberg drehte den Film mit weitgehend unbekannten Schauspielern, so waren neben den Kinderdarstellern auch Dee Wallace-Stone und Peter Coyote, die Darsteller der einzigen größeren Erwachsenenrollen, noch unbekannt. Von den Kinderdarstellern gelang Drew Barrymore und C. Thomas Howell der Sprung ins Erwachsenenlager erfolgreicher Darsteller. Harrison Ford konnte für die Rolle des Direktors an Elliotts Schule gewonnen werden. Ford hatte in den Pausen des Drehs von „*Blade Runner“ ausreichend Zeit, so dass er auf Bitten von Steven Spielberg die kleine Rolle in E.T. übernehmen konnte. Die Szene wurde allerdings aus dem endgültigen Film genommen; auch in die Neufassung wurde sie nicht wieder integriert.
  • Spielberg wollte, dass die Schauspieler eine möglichst glaubhafte Beziehung zu der Puppe entwickeln. Sie sollten sich auch hinter den Kulissen mit der E.T.-Puppe beschäftigen. So gibt es auch ein Foto, auf dem Spielberg selbst die in einer Badewanne sitzende Puppe sauberschrubbt. Um die finale Szene zu intensivieren, drehte Spielberg alle Szenen entsprechend der chronologischen Reihenfolge des Films. Dementsprechend nehmen die Darsteller am Filmende tatsächlich von E.T. oder besser vom Filmprojekt E.T. Abschied.
  • Glaubt man Spielbergs Worten, so plante er den Film nicht als Kassenerfolg. Er rechnete „nur“ mit einem Einspielergebnis von etwa 50 Mio. Dollar, die Produktionskosten lagen bei etwas über 10 Millionen, das weltweite Einspielergebnis bei 800 Millionen Dollar. Durch Wiederaufführungen lösten sich „*Star Wars“ und E.T. in den 1980ern mehrfach als erfolgreichster Film der Kinogeschichte ab. Beide Filme wurden erst elf Jahre später durch „*Jurassic Park“, ebenfalls von Spielberg, übertroffen.
  • E.T. enthält viele „*Star Wars“-Figuren. So wird die Figur des Meister Yoda als eine der Verkleidungen beim Halloween benutzt. An dieser Stelle zitiert John Williams in seiner Filmmusik auch Yodas Thema aus seinen Star-Wars-Soundtracks. In Elliotts Zimmer stehen viele Figuren aus dem Star-Wars-Universum, die er dem außerirdischen Besucher auch zeigt. 1983 wurde der Science-Fiction-Film „Die außerirdischen Besucher“ (Originaltitel: Los nuevos extraterrestres) produziert, der einige Parallelen zu Spielbergs Film zeigt. In der heutigen DVD-Auflage erschien er auch unter dem Titel „*Return of E.T.“.
  • Da sich sowohl Makeup- als auch Spezialeffekte inzwischen enorm weiterentwickelt haben, schuf Spielberg mit der 2002 im Kino und auf DVD erschienenen 20th-Anniversary-Fassung eine digital überarbeitete Version. Sie enthält fünf zusätzliche Minuten und einige Spezialeffekte, die im Originalfilm fehlen, weil sie damals technisch noch nicht möglich waren.
  • Im Nachhinein bedauerte Spielberg, die Änderungen an der Special Edition vorgenommen zu haben, da diese vielen Zuschauern die Magie des Films genommen hätten. Er versprach, dass die Blu-ray-Fassung, die zum 30-jährigen Jubiläum erscheinen sollte, nur die Kinofassung enthalten werde.
  • Der Film erhielt je einen Oscar in den Kategorien Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte, Bester Ton und Bester Tonschnitt. Weitere Nominierungen gab es in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera und Bester Schnitt.
  • Der Film ist auf Platz 100 (Stand: 22. Februar 2023) der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Fakten Quelle: Wikipedia

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