Drive – Film Review | 2011

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© Telepool

Der Film „Drive“ von Nicolas Winding Refn („*Pusher“-Trilogie) aus dem Jahr 2011, mit Ryan Gosling, Carey Mulligan, Brian Cranston und Oscar Isaac in den Hauptrollen, basiert auf dem gleichnamigen Roman von James Sallis. Das Krimi-Drama könnte man wohl als modernen Kultfilm bezeichnen.

Der Stuntman „The Driver“ (Ryan Gosling) gilt aufgrund seiner herausragenden Kenntnisse am Steuer als der perfekte Fluchtwagenfahrer. Der Einzelgänger legt keinen Wert auf soziale Kontakte oder zwischenmenschliche Bindungen. Doch das ändert sich, als er seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) kennenlernt und sich in sie verliebt. Als er erfährt, dass sie und ihr Ehemann Standard Gabriel (Oscar Isaac) von Schutzgelderpressern verfolgt werden, entscheidet er sich dazu, Irenes Mann bei einem Überfall zu helfen, bringt sich dadurch jedoch selbst in Gefahr.

Quelle: Google

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Dieser Film ist der Inbegriff von Coolness!

Es ist nun ziemlich genau 10 Jahre her, dass ich den Film gesehen habe. Daher war es an der Zeit für ein Rewatch in 4K UHD. Der Film besticht ja nicht nur durch seinen absolut ikonischen Soundtrack, sondern auch mit seinen phantastischen Bildern. Die Kameraeinstellungen und die Farbgebung sind wirklich großartig. Nicolas Winding Refn hat mit „Drive“ wohl sein persönliches Meisterwerk abgeliefert. Die Bildkomposition jeder einzelnen Szene ist einfach perfekt. Man könnte auf Stop drücken und hätte ein wunderbares Bild für die Wand. Auch die Kameraarbeit weiß zugefallen, Szenen werden nicht unnötig zerschnitten, die Kamera wandert die meiste Zeit um das Geschehen herum. Gefühlt gibt es hier keinen einzigen unnötigen Schnitt. Ryan Gosling spielt den ruhigen, introvertierten Typen wirklich großartig und die Chemie zwischen ihm und Carey Mulligan stimmt ebenfalls, die hier nebenbei echt zum knutschen ist. Auch Brian Cranston hat hier wohl neben „*Breaking Bad“ eine seiner besten Rollen. Ein ruhiger, aber dennoch spannender und brutaler Film mit Top Besetzung. Von mir gibt es ★★★★★ Sterne und ein Herzchen auf Letterboxd.

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Den Film gibt es bei Amazon auf *DVD, *BluRay, *4K und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 15 Millionen US-Dollar, einspielen konnte der Film an den Kinokassen über 81 Millionen Dollar.
  • „Drive“ war das Hollywood Regiedebüt des dänischen Regisseurs.
  • Im Frühjahr 2008 wurde die Literaturverfilmung „Drive“ erstmals mit dem Regisseur Neil Marshall und dem Hauptdarsteller Hugh Jackman als ein „in Los Angeles stattfindender Mystery-Actionfilm“ durch die Universal Studios angekündigt.
  • Im Februar 2010 allerdings waren beide nicht mehr in die Produktion des Films involviert und durch den dänischen Filmemacher Nicolas Winding Refn und den kanadischen Schauspieler Ryan Gosling ersetzt worden. Als Gosling unterschrieb, wurde ihm die Wahl des Regisseurs gewährt. Da er ein Fan von Refn war, entschied er sich für ihn.
  • Refn selbst entschied sich gegen ein Vorsprechen und besetzte die Rollen, nachdem er die Schauspieler persönlich bei sich zu Hause einlud. Carey Mulligan befand sich im August 2010 in Verhandlung um die Rolle der alleinerziehenden Mutter Irene. Laut Mulligans Aussage war sie bereits zuvor ein Fan von Refns Arbeit gewesen, insbesondere von „*Bronson“ und „*Walhalla Rising“. Ursprünglich war die Rolle auf eine Latina Ende 20 angelegt, aber Refn änderte das Drehbuch zugunsten von Mulligan. Und obwohl Refn zuvor keinen Film mit Mulligan gesehen hatte, war er derart von ihrer Erscheinung beeindruckt, dass er glaubte, dass alleine durch ihre Präsenz die Liebesgeschichte qualitativ stärker Romeo und Julia ähneln würde, nur ohne Politik und Religion.
  • Bryan Cranston spielt die Rolle des Shannon. Insbesondere weil Refn Fan von „*Breaking Bad“ war, versuchte er von Anfang an, Cranston zu besetzen. Weil er wusste, dass Cranston auch andere Angebote hatte, bot ihm Refn an, selbst die Rolle zu entwickeln. Als Cranston sich nicht meldete, versuchte sich Refn mit Nachdruck bemerkbar zu machen, bis schließlich Cranston derart von Refns Interesse überzeugt war, dass er zusagte.
  • Für die Figur der Blanche wollte Refn ursprünglich eine Darstellerin haben, die diese so realistisch wie möglich darstellte, weswegen er mit mehreren Pornodarstellerinnen sprach. Doch er fand keine, die gut genug schauspielern konnte. Seine Frau sah Fotos von Christina Hendricks und machte ihn auf sie aufmerksam.
  • Albert Brooks spielt den Gangsterboss Bernie Rose. Als Refn den Schauspieler vorschlug, stimmte Gosling mit Bedenken zu, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass Brooks eine so brutale und düstere Figur spielen würde. Brooks sagte zu, da es ihn interessierte, außerhalb des Type-Casting zu spielen und da er zudem die Figur des Rose gelungen und frei von Klischees fand. Er sah es als Herausforderung an, einen Menschen zu spielen, der von sich aus kein Mörder ist, aber durch äußere Umstände dazu gezwungen wird zu töten.
  • Als einer der letzten Schauspieler stand Ron Perlman für die Rolle des Nino fest. Refn selbst sah in Nino die mit Abstand uninteressanteste Figur der Geschichte, weswegen er sich wunderte, dass sich Perlman so sehr interessierte. Dieser wollte allerdings schon immer einen jüdischen Gangster spielen, der versucht, ein italienischer Gangster zu sein. Als Refn fragte, warum das so sei, antwortete Perlman darauf, dass diese Figur genau ihm entspreche, einem Juden, der in New York geboren sei.

Fakten Quelle: Wikipedia

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