Die unendliche Geschichte – Film Review | 1984

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© Constantin Film

Dauer: 102 Minuten | FSK 6 | Remastered 4K UHD

Der Film „Die unendliche Geschichte“ (US-Titel „The NeverEnding Story“) von Regisseur Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1984, mit Noah Hathaway, Barret Oliver und Tami Stronach in den Hauptrollen, ist ein Fantasy-Abenteuerfilm für die ganze Familie und basiert auf der ersten Hälfte des gleichnamigen *Romans vom deutschen Schriftsteller Michael Ende.

Durch ein geheimnisvolles Buch erfährt der einsame Junge Bastian (Barret Oliver) vom Land Phantasien, das von einer unheimlichen Macht bedroht wird. In der Geschichte macht sich der junge Held Atréju (Noah Hathaway) auf die Reise, um die kindliche Kaiserin (Tami Stronach) und Phantasien zu retten. Er erlebt dabei wundersame Abenteuer mit dem Glücksdrachen Fuchur und lernt viele Fabelwesen kennen. Doch Phantasien scheint verloren, bis der aufgeregte Leser Bastian begreift, welche Rolle er in der unendlichen Geschichte spielen kann.

Quelle: Google

© Constantin Film

Rewatch in 4K UHD

Die unendliche Geschichte“ habe ich damals als Kind einige Male gesehen, daher hat der Film einen großen Platz im meinem Herzen. Auch den nicht annähernd so gelungen Fortsetzungen konnte ich etwas abgewinnen. „*Die unendliche Geschichte III – Rettung aus Phantasien“ habe ich damals sogar im Kino gesehen. Zu der Zeit hat der „Free Willy“-Darsteller Jason James Richter das junge Publikum in die Kinos gelockt. In „*Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantasien“ aus dem Jahr 1990 wurde die Rolle des Bastian Balthasar Bux von dem leider viel zu früh verstorbenen Jonathan Brandis verkörpert.

© Constantin Film

Im ersten Teil spielt Barret Oliver die Rolle des Bastian, mit der sich wohl Millionen Kinder auf der Welt identifizieren konnten. Atréju wird von Noah Hathaway gespielt, dessen Leistung absolut phantastisch ist. Die Effekte sind großartig und zu 100% handgemacht (siehe Sidefacts). Dadurch hat der Film bis heute nichts von seinem unverwechselbaren Charme verloren. Selbst die in der 4K-Version klar zu erkennenden Matte-Paintings sind wunderschön anzusehen. Unglaublich was Regisseur Wolfgang Petersen 1984 auf die Leinwand gezaubert hat und wieviel Liebe zum Detail in „Die unendliche Geschichte“ steckt. Abgerundet wurde das Ganze mit einem großartigen Soundtrack, der mir noch heute instant Gänsehaut verpasst. Von mir gibt es ★★★★ Sterne und ein Herzchen auf Letterboxd.

© Constantin Film

Den Film gibt es bei Amazon, auf *DVD, *DVD Neuauflage, *BluRay, *BluRay Neuauflage, *Steelbook *4K und *VOD.

Sidefacts:

  • Das Budget betrug 60 Millionen DM (ca. 25-27 Millionen US-Dollar), einspielen konnte der Film an den Kinokassen über 100 Millionen US-Dollar. Von Bernd Eichingers Produktionsfirma „Constantin Film AG“ damals unter dem Namen „Neue Constantin“ stammten etwa 15 Millionen DM, was deren gesamte Reserven aufbrauchte, 11 Millionen Dollar sagte Warner im Februar 1983 zu.
  • Die Drehzeit erstreckte sich vom 15. März bis zum 15. September 1983. Der Film wurde in englischer Sprache gedreht.
  • Für die Szenen in den „Sümpfen der Traurigkeit“ wurde mit Moorboden, Torf und Erde eine südenglische Moorlandschaft in Halle 4/5 nachgebildet. Der Himmel ist gemalt. Gedreht wurde bei bis zu 40 Grad Celsius 200 Drehstunden lang, alleine die Szene mit dem versinkenden Pferd Artax nahm vier Tage in Anspruch.
  • Besonders aufwendig gestalteten sich damals die Spezialeffekte, denn zur Zeit der Dreharbeiten steckten CGI- Effekte noch in den Kinderschuhen und wurde daher kaum praktiziert. So mussten hier noch alle Fantasiewesen des Films gebaut werden. Nachdem kleine Tonmodelle von Wesen wie dem Felsenbeißer entworfen waren, mussten diese in endgültiger Größe aus Gips modelliert werden. Anhand dieser Formen wurden nun Schaumstofffiguren gefertigt, die ein mechanisches Innenleben erhielten. Es waren schließlich bis zu 15 Puppenspieler nötig, um eine einzige Figur zu bewegen. Diese Konstruktionen sind heute noch teilweise in der Bavaria Filmstadt bei München zu sehen. Eine der bekanntesten Besucherattraktionen dort ist der vor allem bei Kindern beliebte Ritt auf dem Glücksdrachen Fuchur vor einer Blue-Screen-Wand. Kleinere Spezialeffekte wurden in den Filmpark Babelsberg in Potsdam ausgelagert.
  • Der phantásische Himmel mit seinen sich auftürmenden Wolken ist ein Spezialeffekt, der unter Leitung von Brian Johnson in Halle 10 entstand: Die Kamera filmte durch einen 7000 Liter fassenden Plexiglas-Wassertank auf eine dahinter befindliche transparente Leinwand. Auf diese konnten Dias oder Filme mit den gewünschten Hintergründen projiziert werden. Die bewegten Wolken entstanden, indem farbige Tinte in das schon zuvor mit chemischen Zusätzen versetzte Wasser gespritzt wurde.
  • Die mit einer Vistavision-Kamera gedrehten Blue-Screen-Aufnahmen wurden im Kopierwerk von George Lucas in San Francisco fertiggestellt.
  • Das Titellied „The NeverEnding Story“ von Limahl wurde zunächst nur in der US-amerikanischen Filmfassung verwendet. Nachdem sich Limahls Version auch in Europa in den Hitparaden platzieren konnte, wurde der Film in Deutschland mit dem US-Soundtrack erneut veröffentlicht.
  • Der von der Buchvorlage komplett unabhängige dritte Teil der Reihe heißt „*Die unendliche Geschichte 3 – Rettung aus Phantasien“ und gilt als schlechtester Film der Reihe – auch aufgrund seines erneuten Wechsels des Produktionsteams und nicht zuletzt wegen nahezu vollständiger Überarbeitung des ursprünglichen Puppendesigns.

Fakten Quelle: Wikipedia

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